Nordhessen/Werra-Meißner. Drei Jahre nach der Vorstellung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz durch den Kalihersteller K+S Kali GmbH im Jahre 2008 ist nun der erste Spatenstich erfolgt (siehen Artikel oben). Zur Überraschung des so genannten Runden Tisches, dessen Mitglieder sich übergangen fühlten, hatte die K+S Kali GmbH im Jahre 2008 ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem sie die Salzbelastung der Werra um ein Drittel verringern will. „Auf dem Papier“, so der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V. Eine Überprüfung durch den Verein habe ergeben, dass sich die Salzfracht und damit die Belastung der Flussgebietseinheit Weser nicht verringern werde.
,Belastung wird nur
zeitlich gestreckt’
Die werde nur zeitlich gestreckt, weil künftig zusätzliche feste Abfälle den Umweg über die Salzhalden und die Haldenabwässer in die Werra nähmen. Die zweite „Entlastung“ bestehe darin, dass künftig auch bei Hochwasser die Grenzwerte ausgeschöpft werden könnten, so dass vermehrt Salz in die landwirtschaftlich genutzten Werra-Auen eingetragen werde. „Es kommt nicht darauf an, dass die Salzwassermenge verringert wird, wie uns der Kalihersteller glauben lassen will. Ausschlaggebend ist die Fracht an Abfallstoffen, die von den Flüssen aufgenommen werden muss. Genau betrachtet bringt das „Maßnahmenpaket“ eine weitere Verschlechterung für die Anrainer von Werra und Weser“, so Dr. Walter Hölzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
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